Author Archives: Dennis Jöstingmeier

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Verabschiedung! Zwei Jahre Vikariat gehen zuende!

Category:Allgemein

Als ich vor gut zweieinhalb Jahren mein Vikariat angetreten habe und vor gut zwei Jahren mit der Gemeindephase in Reelkirchen beginnen konnte, hätte ich nicht gedacht, dass mich solch eine Segenszeit erwarten würde. Es erö nete sich eine Gemeindearbeit, die – gemessen an der doch geringen Anzahl der Mitglieder – herausragend ist. Allenthalben begegneten mir interessierte Gemeindeglieder und engagierte ehrenamtliche Mitarbeiter – von der Kinder- und Jugendarbeit, über den Besuchsdienst, den Chor TonArt und die Gemeindebriefredaktion bis hin zum Kirchenvorstand. Dabei
haben wir viel erlebt. Besonders ist mir natürlich das 825-jährige Dor ubiläum im Jahr 2019 in Erinnerung, zu welchem die Kirchengemeinde zusammen mit dem gesamten Dorf wunderschöne „Feiertage“ veranstaltet hat. Überhaupt ist dies eine große Stärke der Kirchengemeinde: das Verhaftetsein mit den Menschen in den unterschiedlichen Ortschaften vor Ort. Die Kirchengemeinde Reelkirchen ist Volkskirche at it´s best. Dies ist ein ungemeiner Schatz und ich bin sehr dankbar, dass mir in den vergangenen Jahren ein Einblick in diese Schatzkammer gewährt wurde. Doch natürlich sind mir auch diverse Freizeiten, Gottesdienste und viele einzelne Begegnungen in positiver Erinnerung. Dabei habe ich stets gefühlt, dass ich Teil einer größeren Bewegung bin: „Wer sich bewegen lässt, bewegt“ – das Motto der Gemeinden konnte ich sprichwörtlich selbst erfahren. Neue Wege hat die Gemeinde in diesem Zeitraum auch beschritten. Der Erprobungsraum „Kirche.plus“ ist das prominenteste Beispiel dafür und hat nicht nur die Menschen vor Ort, sondern auch viele Menschen in ganz Lippe und darüber hinaus bewegt. Es war aufregend, dabei mitwirken zu können. Sie, liebe Gemeinde, haben es mir in all diesen Zusammenhängen sehr einfach gemacht. Durch Ihre Offenheit, durch Ihre Freundlichkeit und Ihre Zugewandtheit. Ich habe mich in der ganzen Zeit sehr wohl bei Ihnen gefühlt und es war mir eine große Freude, meinen Beitrag zum Gemeindeleben
zu leisten. Das gilt auch für die Verbindungen zur Kirchengemeinde Wöbbel. Auch hier habe ich sehr freundliche Menschen kennengelernt und liebgewonnen. Stets wurde ich während meines Vikariats wie selbstverständlich als Teil dieser Gemeinde angesehen. Doch selbstverständlich ist dies eigentlich nicht, weshalb ich dafür umso dankbarer bin. Dies zeigt, dass Reelkirchen und Wöbbel auf einem gemeinsamen Weg sind, der dem anderswo herrschenden „Kirchturm-Denken“ eine heilsame Alternative entgegenbringt. Doch natürlich war das Vikariat auch von Herausforderungen geprägt. Und diese hat vor allem einen einzigen Namen: Corona. Ich empfinde es als sehr schmerzlich, dass uns in den vergangenen 13 Monaten sehr viel gemeinsame Zeit genommen worden ist. Vor allem die persönlichen Begegnungen, aber auch Gottesdienste, Freizeiten und Veranstaltungen haben mir persönlich sehr gefehlt. Privat verbinde ich mit der Vikariatszeit vor allem die Geburt unseres Sohnes
Henri Phileas. Ich bin dankbar dafür, dass die Gemeinde(n) so großen Anteil daran genomme hat. Dass er in der Reelkirchener Kirche getauft
wurde, wird meine Familie für immer mit diesem Ort verbinden. Es gäbe noch viel zu sagen. Doch das kann an dieser Stelle leider nicht in Gänze aufgeführt werden. Zum Schluss möchte ich einige Worte des Dankes aussprechen: Den Gemeindegliedern für die interessanten und auch für mich gewinnbringenden Begegnungen. Dem Kirchenvorstand Reelkirchen für die mir zugewandte Haltung und die Möglichkeit, mich am Meinungsbildungsprozess beteiligen zu können. Dem Kirchenvorstand Wöbbel für die freundliche Aufnahme. Den vielen ehrenamtlichen
Mitarbeitenden für die Offenheit, die sie mir in den unterschiedlichen Zusammenhängen entgegengebracht haben. Den Kirchenmusikern Evelyn Julians, Helena Mansfeld und Oliver Eggert für das harmonische Miteinander. Den Menschen, mit denen ich tagtäglich hauptamtlich zusammengearbeitet habe, für das wertschätzende und kollegiale Miteinander: Marco Arens, Ingrid Pikos und Maike Derstvensek.

Der größte Dank, der mit Worten gar nicht ausgedrückt werden kann, gilt aber meiner Mentorin Bettina Hanke-Postma –gemeinsam mit meinem
(Co-)Mentor Holger Postma. Ohne sie wären meine Reelkirchener Lehr- und Wanderjahre niemals so ertragreich gewesen. Reelkirchen und Wöbbel
können sich – das darf an dieser Stelle einmal gesagt werde – glücklich schätzen, solch zugewandte und kompetente Pfarrer zu haben. Wenn die Kirche in ihren Reihen überall solche Amtspersonen hätte, wäre mir um die Zukunft der Kirche nicht bange. Im Epheserbrief heißt es zu Beginn: „Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit allem geistlichen Segen im Himmel durch Christus.“ (Eph 1,3) Ich empfinde das Vikariat in Reelkirchen (und Wöbbel) als eine Zeit, in der ich persönlich, aber ich ho e auch die Gemeinde(n), Gottes Segen erfahren hat. Dankbar blicke ich deshalb auf die Zeit zurück. Zugleich bin ich gewiss, dass wir nicht entgültig voneinander scheiden, sondern uns hier und da wiedersehen werden und auch in Zukunft gemeinsam unter dem geistlichen Segen des Himmels stehen und verbunden bleiben.

In geschwisterlicher
und dankbarer Verbundenheit,
Ihr/Euer
Gregor Bloch