Andachten

Andacht zum Monatsspruch Juni 2020

„Du allein kennst das Herz aller Menschenkinder.“ 1. Könige 8, 39

Das Herz ist der Sitz des Lebens, von unserem ersten Moment an schlägt es und gibt den Takt vor. Milliarden Schläge tut es im Laufe unseres Lebens. Wir spüren es besonders dann, wenn wir uns sehr freuen oder traurig sind. Es schlägt heftig, wenn wir uns über etwas ärgern und vor Wut schäumen. Es kann sich wie erstarrt anfühlen in großer Trauer oder im Schreck. Es schmerzt manchmal und es treibt uns an. Unser Herz macht, das wir uns lebendig fühlen.

„Das Herz“ ist eines der wichtigen Worte in der Bibel, das sieht man daran, wie häufig es in diesem Buch vorkommt. Nach biblischer Tradition ist es der Körperteil, in dem der Verstand, die Einsicht und die Gesinnung eines Menschen zu Hause sind. Immer wieder geht es darum, was den Menschen bewegt, etwas zu tun. Dahinter steht wohl die Beobachtung, die jeder, der schon einmal über sich nachgedacht hat, machen kann, dass unsere Gesinnung unser Handeln prägt. Die Ausbildung dieser Gesinnung ist ein lebenslanger Lernprozess, der mit dem Tag der Geburt beginnt und eigentlich nie abgeschlossen ist. Menschen verändern ihre Gesinnung, das Herz wandelt sich unter den Einflüssen, die von außen auf uns zukommen und die Prozesse, die in unserem Inneren dadurch angestoßen werden. Der Glaube an Gott hat einen wichtigen Anteil an diesem Prozess. Die Bibel fragt: Ob das Herz eines Menschen und damit der Mensch selbst den guten Wegen der Gebote Gottes folgt, oder ob das Herz eines Menschen den Weg des Glaubens und der Gebote verlassen hat. Viel erkennen wir über uns selbst und andere, indem wir ihre und unsere Worte und Taten wahrnehmen und sehen, was für eine Gesinnung steht hinter diesem Handeln. Aber Vorsicht: „Der Mensch sieht, was vor Augen ist!“ und das ist niemals alles.  Eine letztgültige Beurteilung des menschlichen Herzens also der Gesinnung eines Menschen liegt allein bei Gott. „Du allein kennst das Herz aller Menschenkinder.“  Ich höre dahinter: Wir Menschen erkennen einander nur vordergründig. Das, was einen Menschen wirklich bewegt  und ausmacht, das bleibt uns oft verborgen. Wir wissen ja: Kein Mensch ist nur gut, keiner nur schlecht. Vieles von dem, was wir täglich entscheiden und unternehmen ist gut gemeint und gelingt doch oft nicht. Gerade in diesen Wochen, in denen wir durch die Corona Pandemie vor Situationen gestellt sind, die wir so noch nie erlebt haben, bewahrheitet sich ein kleiner Weisheitssatz: „Irren ist menschlich.“

Wenn wir von Gott erwarten, dass er das Sinnen und Trachten der Menschen ganz und gar erkennt, dann hoffen wir, dass Gott uns gnädig ist, dass er uns in unserem unvollkommenen und oft auch egoistischen Verhalten nicht allein lässt, sondern mitten unter uns gegenwärtig alles zum Guten wendet. So bitten wir Gott um seine Gegenwart auf dieser Erde und sein heilvolles Handeln in schweren Zeiten. Wir bitten ihn um seinen Schutz, dass wir getrost in die Zukunft schauen können, weil wir wissen, was immer geschehen mag: Wir sind nicht allein. Der, der aller Menschen Herzen kennt, ist mitten unter uns.

Mit herzlichen Grüßen und vielen guten Wünschen auch im Namen von  Vikar Dr. Gregor Bloch, und Pastor Holger Postma, Ihre Pastorin Bettina Hanke-Postma


 

Osterpredigt 2020a


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Montag, 6. Juli 2020

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Katchesunterricht Gruppe 1 Reelkirchen